Ballade von der schönen Stadt Morah


Ballade von der schönen Stadt Morah

 

Und als ich in die schöne Stadt reinfuhr,
Weil sie so lang und breit am Wasser liegt
Da tat ich bei meinem Bart den Schwur,
Dass mich kein Hund mehr aus dieser Stadt rauskriegt
Da tat ich bei meinem Bart den Schwur,
Dass mich kein Hund mehr aus dieser Stadt rauskriegt
Ach, sagte ich zu ihr:
ich bleibe ewig dein Geliebter hier.

Da waren auch soviel Soldaten drin
Und gingen Arm in Arm mit mancher Frau
Ich aber sprang zum Wasser hin
Und nahm mir eine Wolke weiß und blau.
Ich aber sprang zum Wasser hin
Und nahm mir eine Wolke weiß und blau.
Ach, sagte ich zu ihr:
Du bist mein allerschönstes Schmeicheltier

Da kam auch eine kleine Fischerin
In einem weißen Segelboot heran
Und fragte, ob ich der Villon wohl sei
Der François, und nicht ein irgendwelcher Mann
Und fragte, ob ich der Villon wohl sei
Der François, und nicht ein irgendwelcher Mann
Da sagte ich zu ihr:
Nun nimm ihn meine Schnauze und probier

Es schien der wunderblaue Sommerbaum
Noch lang herab auf unser Nest im Kraut
Und schließlich wollte sie, dass dieser Traum
Nur ihr gehört und keiner andren Braut
Und schließlich wollte sie, dass dieser Traum
Nur ihr gehört und keiner andren Braut
Da sagte ich zu ihr:
Was ewig dauert, macht mir kein Plaisir

Und als ich wieder aus der Stadt rausfuhr
Nach mir, da gingen die Soldaten auch
Und schossen auf der schönen Sommerflur
Sich lauter rote Löcher in den Bauch
Und schossen auf der schönen Sommerflur
Sich lauter rote Löcher in den Bauch
Ach, sagte ich zu mir:
wie wär es, wenn ich jetzt zurückmarschier?

Da stand die schöne Stadt schon lang nicht mehr
Am Wasser um die blaue Pflaumenzeit
Da lagen nur noch Steine kreuz und quer
Und eine Krähe schrie vom Baum ihr Winterleid
Da lagen nur noch Steine kreuz und quer
Und eine Krähe schrie vom Baum ihr Winterleid
Ach, sagte ich zu ihr:
wir bleiben ewig nur zwei Waisenkinder hier.